Der Weg zum wichtigsten Ziel in Deinem Leben.

Der Weg zum wichtigsten Ziel in Deinem Leben.

Um es gleich vorweg zu nehmen, das wichtigste Ziel in Deinem Leben, kannst Du nur allein erreichen. Am Anfang des Weges dorthin, kannst Du Dir zwar einen Berater suchen, Dich von ihm auf mögliche Wege führen und ein Stück weit begleiten lassen, letztendlich musst Du Dir Deine Wege aber allein suchen und beschreiten. Andernfalls gehst Du seinen und nicht Deinen Weg. Womit Du dann sein Ziel und nicht Dein Ziel erreichen wirst.

Auf meinem Weg zum wichtigsten Ziel in meinem Leben, hörte ich den Vortrag eines weisen Mannes, der mich eine Zeitlang auf mögliche Wege führte. Folgendes fand ich besonders interessant:

„Ich glaube, dass Jesus Christus nicht gesagt hat:  Ich bin der Weg, sondern, ich bin, ist der Weg!

Ich bin kein besonders gläubiger Mensch. Dennoch habe ich mich mit so Einigem von dem befasst, was dieser Jesus Christus gesagt haben soll. Und ja, wie so vieles, was er angeblich gesagt haben soll, scheint auch mir  „Ich bin der Weg!“, nicht so wirklich zur Lebensphilosophie dieses Mannes zu passen. Er war ja eher der Typ „Revoluzzer“, der Ungehorsame, der anderen nicht einfach blind folgte. Und ich mag nicht wirklich glauben, dass dieser Mann dazu aufgefordert hat, ihm blind zu folgen. „Ich bin der Weg!“ fordert aber zum blinden Folgen, zum gehorsamen Beschreiten seines Weges auf. Ist das glaubwürdig? Hinterfrage es, so wie Du alles hinterfragen solltest. Denn nicht wenigen Menschen wurden und werden Worte in den Mund gelegt, die sie niemals sagten oder in einem ganz anderen Kontext.

Sagte Jesus wirklich:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ ?

Wäre es nicht viel passender, wenn er gesagt hat: „Ich bin, ist der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch sich.“

Wenn er es so sagte, forderte schon er die Menschen dazu auf, herauszufinden, wer sie sind.

Sicherlich ist das nur eine Meinung. Für mich vorstellbar und einleuchtend ist sie aber. Denn das ist es, auch meiner Meinung nach, um was es im Leben geht. In meinem, in Deinem, in unser aller Leben. Das wichtigste Ziel jedes Menschen ist es, sich selbst zu finden, damit er sein Leben leben kann.

Und wenn Du an einen Gott, an eine höhere Macht glauben magst, wirst Du auch diese dann in Dir finden. Denn alles, was Du zum Leben brauchst, findest Du in Dir. Es ist Deine Entscheidung, ob Du daran glauben willst.

Ich persönlich bevorzuge es übrigens, das Religiöse aus dem Satz zu entfernen. „Ich bin, ist der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zu seinem Ziel außer durch sich.“

Der Weg zum wichtigsten Ziel in Deinem Leben.

Nur in der Stille wirst Du ihn finden.

 

Es sind die stillen, die in sich gekehrten Momente im Leben eines Menschen, auf die es ankommt. Denn in den anderen, meist überlauten und mit allen möglichen Dingen überladenen Zeitspannen, voller Ablenkungen, kann er sich selbst nicht finden. Und wer sich selbst nicht findet, findet den Weg nicht, der für ihn bestimmt ist. Und weil die meisten Menschen die Stille nicht ertragen, nicht mit sich selbst allein sein können, bleibt der Weg den es zu beschreiten gilt, für die meisten unentdeckt.

Wenn Du Deinen Weg zu Dir entdecken willst, finde Deinen Weg in die Stille. Es gibt viele Wege, die Dich in die Stille führen. Suche den Deinen, übe Dich darin die Stille ganz bewusst herbeizuführen und für Dich zu nutzen. Das lohnt sich! Auch Du wirst dann unendlich viel Wertvolles in Dir entdecken. Sicherlich auch etwas, was Du nicht von Dir erwartet hättest. Gutes und weniger gutes. Aber immer ist es wertvoll und wichtig, ist es ein Teil von Dir, von Deinem wahren ich.

Den Weg in die Stille, nicht jeder findet ihn ganz allein.

Wenn Du Hilfe benötigst, Berater und Hilfeleistungen gibt es mehr als genug. Jeder davon hat seine bevorzugten Wege. Und keiner davon, ist der einzig Wahre! Auch, wenn es Berater gibt, die dies behaupten. Mein Rat: Hüte Dich vor denen, denen Du blind folgen sollst. Sicher ist, es gibt ihn nicht, diesen einzig wahren Weg. Aber auch für Dich wird sich ein passender finden lassen.

Mein Weg in die Stille begann mit der Malerei.

 

Die Malerei ist ein möglicher Weg. Einer von vielen. Sie ist meiner, nicht zwingend Deiner. Mich entführt sie in eine andere Welt. Eine stille Welt, in der die Stimmen in mir nach und nach verstummen. Eine Wohltat, diese Ruhe in mir. Die eine oder andere leise Stimme ist dann zwar immer noch vorhanden, aber die stört mich nicht. Ich kann sie ausblenden oder ihr ganz bewusst zuhören. Und da diese leise Stimme, die im normalen Alltag unter all dem Lärm – auch des eigenen Denkens – untergeht, mir etwas ganz anderes zu sagen hat, höre ich ihr immer wieder gerne, ganz bewusst zu. Beim Malen lausche ich oft tief in mich hinein. Auf diese Weise gelange ich oft zu neuen Erkenntnissen.

Heute bin ich, was ich früher niemals sein wollte. Gerne mit mir allein.

Das bin ich nicht immer, aber immer öfter. Und zwischenzeitlich genieße ich es. Denn ich habe erkannt, immer wieder mal mit sich selbst allein zu sein, ist der Weg zu sich selbst. Und da dieses Selbst nicht starres ist, sich immer wieder und wieder verändert, gibt es auch immer wieder etwas zu entdecken. Es wird also nie langweilig, wenn ich mit mir allein bin. Im Gegenteil. Ein Gedanke führt zum anderen und am Ende zu wertvollen Erkenntnissen.

Eine meiner Erkenntnisse: Ich bin nicht der, der ich mal war und nicht der, der ich mal werde. Ich bin ein Mensch, der sich im permanenten Wandel befindet. Gut so! Denn damit bin ich ein Mensch, der all das, was er erlebt, nicht spurlos an sich vorüberziehen lässt. Nein, ich bin ein Mensch der auf Erlebtes reagiert. Nicht selten spontan und sehr emotional. Was nicht immer gut für mich war und ist. Eine der zahlreichen Erkenntnisse, zu der mich diese leise Stimme in mir führte. Wertvolle Erkenntnisse über mich, über all das, was in mir verborgen ist und was ich daraus machen kann.  Im Laufe der Zeit wurde es daher immer wichtiger für mich dieser Stimme zuzuhören, gar mit ihr zu kommunizieren. Und da ich nur in der Stille, meditativ in mich gehend, mit dieser sehr leisen, inneren Stimme kommunizieren kann, bin ich heute j, der ich früher nie sein wollte.  Ein Mensch, der immer wieder mal gern mit sich allein ist.

Alleinsein braucht einen Raum, den viele nicht haben.

 

Einen Raum der Stille in dem man ungestört in sich gehen kann. So ein Raum ist wohl der wahre Luxus. Zuhause, für viele nicht realisierbar. Gut, dass es Menschen gibt, die solche Räume der Stille haben und anbieten. Und es müssen nicht mal spezielle, dafür geschaffene Räume sein. Es reicht oft völlig aus, wenn Du einen Raum findest, in dem Du in aller Ruhe in Dich gehen kannst. So manches Hotelzimmer lässt dafür gut nutzen. Insbesondere in der Nebensaison.

Wer zum Raum auch noch die Beratung und entsprechende Hilfeleistungen benötigt, hat dann eine deutlich eingeschränkterer Auswahl. Insbesondere dann, wenn Raum, Beratung und Hilfe auf ihn ganz persönlich ausgerichtet werden sollen. In den meisten Fällen werden ja Gruppen-Kurse angeboten, bei denen das Individuelle nicht so sehr berücksichtigt werden kann. Aber es gibt auch Anbieter, die sich ganz individuell auf eine einzelne Person einstellen, individuelle Beratungen und personalisierte Hilfen anbieten. Wichtig ist, dass der Anbieter Deiner Wahl Dir bietet, was Du zwingend brauchst: Einen Raum, in dem Du auch mal mit Dir Alleinsein kannst. Zumindest dann, wenn Du dies zuhause nicht sein kannst. Denn ich bin, ist der Weg. Und ich bin auch mal allein mit mir, ist ein Teil dieses Weges.

Alleinsein, nicht jeder weiß es für sich zu nutzen. Aber jeder, der Willens ist, kann es erlernen. Und der Nutzen, den er daraus zieht, ist unglaublich wertvoll. Denn was kann wertvoller sein, als sich selbst besser kennenzulernen, um endlich nicht nur ein Leben, sondern sein Leben zu leben?

Wenn auch Du nicht nur ein Leben, sondern Dein Leben leben willst, lerne Dich mit Dir und Deinem Leben – im Hier und Jetzt – ganz bewusst zu befassen.

Ein sehr schöner Weg dies zu tun, ist das autobiographische Selbststudium. Das Schreiben kann ein ganz wunderbarer Weg in die Stille sein. Und da Du bei der autobiographischen Selbstanalyse Dein Sein im Hier und Jetzt beschreiben musst, zwingt Dich das, Dich mit nichts anderem, als mit Dir selbst zu befassen. Bevor Du mit dem Schreiben beginnst und anschließend immer wieder und wieder, musst Du über Dich und Dein Sein nachdenken. Dafür musst Du in Dich gehen. Die lauten Stimmen in Deinem Kopf, wirst Du dann als erstes hören. Sie sind unüberhörbar! Laut und deutlich diktieren sie Dir, was Du zu schreiben hast. Tue es! Höre auf diese Stimmen. Lerne diese Stimmen in Dir kennen. Es sind genau die Stimmen, die Dir seit ewigen Zeiten sagen, was Du zu tun und zu lassen hast. Es sind die lauten Stimmen Deines manipulierten und manipulativen Denkens. Höre diesem Denken zu und schreibe auf, was es Dir diktiert. Tue es! Denn das wird Dir dabei helfen zu erkennen, dass Dein Denken Dich kontrolliert, Dir diktiert, wer Du bist oder besser gesagt sein sollst. Aber bist Du das auch?

Wenn Du das herausfinden willst, wer Du wirklich bist, was Dich ausmacht oder gar auszeichnet, musst Du lernen die laute Stimme Deines Denkens leiser zu machen.

 

Und da es dafür keinen Regler in Deinem Kopf gibt, bleibt Dir wohl nur, Dich Schritt für Schritt von diesem Denken zu entfernen. Auf Anhieb wird Dir dies vielleicht nicht gelingen. Aber nach und nach, Schritt für Schritt, da bin ich mir sicher, wirst Du tiefer und tiefer in Dich reisen. Und die lauten Stimmen des Denkens werden leiser und immer leiser. Und irgendwann hörst Du dann auch die anderen Stimmen in Dir. Sie sind meist zart und sehr leise, eher ein flüstern, das Du nur verstehen kannst, wenn Du Dich in der Stille befindest. Es sind die vom Denken unterdrückten Stimmen Deines Herzens, Deiner Seele, Deines Selbst. Höre diesen Stimmen gut zu! Denn genau auf diese Stimmen kommt es an, wenn Du zu Dir selbst finden willst.

Also, suche die Stille und lausche den zarteren Stimmen in Dir!

Fortsetzung folgt!

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